Glycine max, im Nordamerikanischen allgemein als soybean und im Englischen auch als soya bean bekannt, ist eine in Ostasien beheimatete Hülsenfruchtart, die wegen ihrer essbaren Bohnen, die vielfältige Verwendungsmöglichkeiten bieten, weit verbreitet angebaut wird. Die Pflanze, die von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen als Ölsaat und nicht als Körnerleguminose eingestuft wird, liefert pro Hektar deutlich mehr Protein als die meisten anderen Landnutzungsformen.
Entfettetes (defatiertes) Sojabohnenmehl ist eine bedeutende und kostengünstige Proteinquelle für Tierfutter und viele Fertiggerichte. So sind beispielsweise Sojaprodukte wie texturiertes Pflanzenprotein (TVP) Bestandteil vieler Fleisch- und Milchersatzprodukte. Die Bohnen enthalten beachtliche Mengen an Phytinsäure, Mineralstoffen und B-Vitaminen. Sojaöl, das in der Lebensmittel- und Industrieanwendung eingesetzt wird, ist ein weiteres Produkt der Verarbeitung von Sojabohnen. Zu den traditionellen, nicht fermentierten Verwendungszwecken von Sojabohnen in Lebensmitteln gehört die Sojamilch, aus der Tofu und Tofuhaut hergestellt werden. Zu den fermentierten Sojaprodukten zählen Sojasauce, fermentierte Bohnenpaste, Natto und Tempeh.
Die wichtigsten Sojabohnen-Anbauländer sind Brasilien (40 % der Weltproduktion, USDA FAS 2024/25), die USA (28 %) und Argentinien (12 %).





